Widerstand gegen die geplante Sperrung des Laher Kamp

Statt einer kompletten Sperrung schlagen die Unterzeichnenden verkehrsberuhigende Maßnahmen wie Tempo-30-Zonen, Fahrbahnverengungen oder eine bessere Kontrolle des bestehenden Durchfahrsverbotes vor.

Ziel der Initiative ist es, den Laher Kamp als Verbindungsstraße für den motorisierten Individualverkehr zu erhalten, gleichzeitig aber die Sicherheit für Radfahrende und Fußgänger:innen zu verbessern.

Viele Unterzeichner argumentieren, dass eine vollständige Sperrung nicht nur unpraktisch, sondern auch klimapolitisch fragwürdig sei, weil Umwege zu mehr Verkehr und Emissionen führen könnten.

Die Petition ist noch bis zum 31. Oktober 2025 offen und wurde inzwischen von mehreren Hundert Personen unterschrieben und an die Stadtverwaltung weitergeleitet. Die Initiatoren hoffen, dass der Rat der Stadt Hannover die geplante Maßnahme noch einmal überprüft und gemeinsam mit den Bürgern nach einer tragfähigen Kompromisslösung sucht.

Hintergrund
In Hannover im Stadtteil Bothfeld (genauer: Bereich Lahe) steht die Straße Laher Kamp im Fokus einer kontroversen Debatte: Es geht um eine geplante Sperrung für den Autodurchgangsverkehr im Rahmen der Einrichtung der neuen „Veloroute 3“.

Was geplant ist
Die Stadt Hannover plant, im Zuge des Ausbaus der Veloroute 3 den Laher Kamp dauerhaft für den Autodurchgangsverkehr zu sperren. Bisher bestehen temporäre Sperrungen (z. B. am Wochenende), künftig soll die Straße nur noch Anlieger-, Liefer- und Radverkehr ermöglichen.
Stadt Hannover
Der Beschluss wurde bereits im Frühjahr 2022 vom Bezirksrat Bezirksrat Bothfeld‑Vahrenheide gefasst: Aufgrund von Gefahrenabwehr, Lärm- und Verkehrsreduktion sowie im Sinne der Fahrrad-Route wird die Sperrung beschlossen.